Hans N. Weiler

Keyword: International Research on Higher Education Scholarship Between Policy and Science
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 516-541

Abstract:
Together with overall research on higher education, comparative and international studies of higher education have expanded considerably over the past decade in different parts of the world. While truly comparative research is still rather rare, it is beginning to yield important theoretical insights into such issues as the institutionalization of higher education, governance, access, curricula, and quality assessment. In addition, a growing body of more descriptive work on higher education, together with new and expanding data sources, provides an increasingly rich basis for further comparative work along different methodological lines. The gap between theoretically inspired and policy-triggered research on higher education is still considerable, but some initial bridges are being built.

Keywords: Comparative Studies, Higher Education, Higher Education Research, International Research, Overview, State of the Art, Universities

Zusammenfassung:
Stichwort: Internationale Hochschulforschung. Forschung zwischen Politik und Wissenschaft
Die Hochschulforschung insgesamt – und damit auch die vergleichende und internationale Untersuchung von Hochschulen – hat im vergangenen Jahrzehnt in vielen Teilen der Welt erhebliche Fortschritte gemacht. Obwohl vergleichende Forschung im engeren Sinne nach wie vor selten ist, trägt sie zunehmend zur Gewinnung wichtiger theoretischer Einsichten in die Institutionalisierung von Hochschulen, in Strukturen und Steuerung, in den Zugang zur Hochschulbildung, in universitäre Lehrpläne und die Messung von Qualität bei. Darüber hinaus schaffen eine ständig zunehmende deskriptive Literatur sowie neue und expandierende Datensätze eine immer reichhaltigere Basis für weitere vergleichende Arbeiten nach unterschiedlichen methodologischen Ansätzen. Die Kluft zwischen theoretisch begründeter und von hochschulpolitischen Erwägungen gesteuerter Forschung ist nach wie vor beträchtlich, doch lässt sich der Beginn eines Brückenbaus feststellen.

Schlüsselwörter: Hochschulen, Hochschulforschung, Universitäten, Vergleichende Untersuchungen, Internationale Forschung, Überblick, Bestandsaufnahme



Anna Kroth, Hans-Dieter Daniel

Internationale Hochschulrankings. Ein methodenkritischer Vergleich
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 542-558

Zusammenfassung:
Trotz ihrer umstrittenen Validität, Zuverlässigkeit und Wirkung, werden internationale Universitätsrankings immer häufiger von Studierenden und Universitäten als Informationsquellen genutzt. Dieser Artikel vergleicht drei internationale Hochschulrankings und analysiert, basierend auf der wissenschaftlichen Literatur, inwiefern sie relevante Aspekte von Forschung oder Lehre erheben und diese adäquat und verlässlich messen. Untersucht wurden das Academic Ranking
of World Universities (ARWU Ranking), das World University Ranking und das vom deutschen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) entwickelte Excellence Ranking für Master- und Doktorandenprogramme. Die Analyse basiert auf den Publikationen der Herausgeber der Rankings und auf wissenschaftlichen Artikeln über diese internationalen Rankings. Basierend auf der Analyse werden Schlussfolgerungen für die Gestaltung internationaler Rankings abgeleitet und weiterführende Forschungsfragen formuliert.

Schlüsselwörter: Internationales, Hochschulranking, Universität, Reliabilität, Validität

Abstract:
International University Rankings - A Critical Review of the Methodology

Despite disagreement about their validity, reliability and effects, international rankings of universities have become widely used by students and higher education institutions. This article compares three international rankings of universities and analyzes, based on the academic literature, the extent to which they assess relevant aspects of teaching and research and whether these aspects are measured adequately. We study the Academic Ranking of
World Universities published by Shanghai Jiao Tong University, the World University Ranking published by the British magazine Times Higher Education Supplement and the Excellence Ranking published by the German Centre for Higher Education Development (CHE). The analysis is based on the academic literature about these international rankings and the publications by the rankings' publishers. We draw conclusions about the design of rankings and develop further research questions.

Keywords: Higher education, International ranking, Reliability, University, Validity


Gero Lenhardt, Rohert D. Reisz, Manfred Stock

Amerikanische "Elitehochschulen". Selective Colleges and Major Research Universities
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 559-576

Zusammenfassung:
Das amerikanische Hochschulwesen unterscheidet zwischen den undergraduate studies an den Colleges und den graduate programs, die einen Teil der Forschungsuniversitäten (research universities) bilden. Diese Unterscheidung, die in Deutschland keine Parallele hat, wird zunächst erläutert. Die Vorstellung der Elitehochschule verbindet sich allein mit dem College. Ihre Bedeutung und die Praxis, in der sie wirksam wird, werden anhand der Einstufungen (rankings) untersucht, die in großer Vielfalt publiziert werden. Die Einstufungen des Graduiertenstudiums an den research universities betrifft dagegen die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen. Fächerspezifische Einstufungen werden publiziert, da die Qualität des einen Fachdepartments nicht notwendigerweise mit der eines anderen korreliert. Zur Orientierung des Hochschulmanagements werden auch Einstufungen der Forschungsuniversitäten insgesamt vorgenommen. Wir benutzen diese Daten für eigene Berechnungen, um Besonderheiten von Spitzenuniversitäten zu identifizieren. Weiterhin wird die Stellung der Forschungsuniversitäten innerhalb des amerikanischen Hochschulwesens untersucht.

Schlüsselwörter: Amerikanische Elitehochschulen, Hochschulranking, Verallgemeinerung der Hochschulbildung, Demokratie

Abstract:
American "Elite Universities" - Selective Colleges and Major Research Universities
The system of higher education in the USA comprises the undergraduate programs of the colleges and the graduate programs in research universities. This distinction has no equivalent in Germany. The idea of elite education is connected exclusively with the colleges. Its meaning and functions are demonstrated with an analysis of the criteria which are used for the ranking of higher education institutions. The ranking of the colleges is addressed to the students and is based on indicators, which give expression above all to the educational priorities of the students and the alumni. The ranking of the graduate programs focuses on specific academic programs and is addressed to the members of the various academic fields and to their prospective students. A few rankings cover whole educational institutions and serve to inform the higher educational management. We use these data to identify the specifics of outstanding research universities and their role in American higher education.

Keywords: Citizenship, Educational expansion, Major research universities, Ranking, Selective colleges


Peter Alheit, Kathrin Rheinländer, Rainer Watermann

Zwischen Bildungsaufstieg und Karriere. Studienperspektiven "nicht-traditioneller Studierender"
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 577-606

Zusammenfassung:
Der folgende Beitrag bezieht sich auf eine Sequenz von qualitativen und quantitativen Forschungsarbeiten über Studienerfolge und Studierverhalten so genannter "nicht-traditioneller Studierender" in der Regel also Studierender des zweiten oder dritten Bildungsweges. Besonders interessant dabei sind zwei Aspekte: die Kombination von qualitativen und quantitativen Befunden, die sich auf anregende Weise wechselseitig ergänzen, in gewissem Sinn allerdings auch plausibel korrigieren, sowie die kontrollierte Beobachtung über einen längeren Zeitraum, weil die Ersterhebungen im Rahmen einer internationalen Vergleichsstudie 1998 stattfanden und die letzten Daten im Rahmen eines laufenden DFG-Projekts im Jahr 2007 erhoben wurden. Dieser Langzeiteffekt erhöht zweifellos die Plausibilität von vorsichtigen Diagnosen, die relevante Veränderungen im Forschungsfeld festzustellen versuchen. Die "Mixed-Methods"-Forschung (Denzin 1970, 1989; Flick 1992), eine üblicherweise als "Triangulation" bezeichnete Verknüpfung quantitativer und qualitativer Forschungs- und Erhebungsmethoden (vgl. Prein/Kelle/Kluge 1993; Flick 1995), hat den Vorteil, dass man ein komplexes Forschungsfeld mit verschiedenen Instrumenten "abzutasten" versucht und in einer Art "Konvergenzmodell" (Jakob 2001) die auf unterschiedliche Weise gewonnenen Daten sich zumindest potenziell wechselseitig validieren können. Das im Folgenden präsentierte
qualitative Material wurde durch theoretisches Sampling (vgl. Glaser 1965; Strauss 1991; Strauss/Corbin 1996) aus zwei zu unterschiedlichen Zeitpunkten (1998 und 2005) an sechs deutschen Universitäten und Fachhochschulen befragten Samples (n = 2 x ca. 400 Probanden) gewonnen. Die eigens für die hier präsentierte Untersuchung durchgeführte quantitative Analyse verdankt sich dem Umstand, dass bei dem Versuch der Rekrutierung von Probandinnen und Probanden für biografisch-narrative Interviews nahezu 2.500 (!) interessierte Rückmeldungen zu verzeichnen waren. Diese studentische Interessengruppe wurde dann um Beteiligung an einer speziell für diese Erhebung entwickelten Online-Befragung (im Jahr 2007) gebeten - ein Kooperationsvorhaben, an dem sich schließlich ein gutes Drittel beteiligte. Das heißt: Wir haben es auch bei der quantitativen Studie nicht mit einer repräsentativen Befragung zu tun. Unser Gesamtdesign bleibt ein zwar komplexes, gleichwohl aber exploratives Setting.

Schlüsselwörter: nicht-traditionelle Studierende, Studienerfolg, Studierverhalten, Mixed-Methods-Forschung

Abstract:
Between Educational Betterment and Career: Studies' Views on Non-Traditional Students
This contribution looks at a series of qualitative and quantitative investigations on the study success and study behavior of so-called non-traditional students. Of particular interest are two aspects: the combination of qualitative and quantitative findings, which are mutually complementary and in a sense present plausible corrections for one-sided observations, and controlled observations over a long period of time, as the first studies were carried out within the framework of an international study in 1998 and the last one within the framework of a project sponsored by the German Research Foundation (DFG) in 2007. This longer time period certainly increases the plausibility of the cautious diagnoses made, which attempt to capture the relevant changes in this field of research. Such mixed methods research (Denzin 1970, 1989; Flick 1992) - i.e. the link between quantitative and qualitative research and survey methods often termed "triangulation" (cf. Prein/Kelle/Kluge 1993; Flick 1995) - has the advantage that a complex field of research can be scanned using different instruments and through a type of "convergence model" (Jacob 2001) the data won from different methods can be used to mutually validate the results. The qualitative material used in this study comes from theoretical sampling (cf. Glaser 1965; Strauss/Corbin 1996) of data from six German higher education institutions from two points in time (1998 and 2005; n=2 x c. 400 surveyed respondents). The quantitative analysis, which was especially carried out for our study, profits from the fact that 2500 interested people responded to our recruitment search for biographic-narrative interviews. This group of people was then asked to participate in a special online survey in 2007 - a cooperative initiative in which around one third of the initial respondents took part. That does, however, mean that the quantitative study is not representative. Our overall research design remains complex, but retains an exploratory character.

Keywords: Non-traditional students, Mixed-methods-research, Study success, Study behavior


Hilde Schaeper, Andrä Wolter

Hochschule und Arbeitsmarkt im Bologna-Prozess. Der Stellenwert von "Employability" und Schlüsselkompetenzen
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 607-625

Zusammenfassung:
"Employability" ist im Bologna-Prozess zu einem wichtigen Ziel von Hochschulbildung avanciert und prägt die aktuelle Diskussion über das Verhältnis von Hochschule und Arbeitsmarkt. Dabei scheint die Popularität des Begriffs "Employability" negativ mit seiner Präzision korreliert zu sein. Der Beitrag beschäftigt sich deshalb zunächst mit der Bedeutung dieses Konzepts und seiner Brauchbarkeit für die Hochschulbildung. Er kommt zu dem Schluss, dass man sich von Employability als Leitidee der Studienreform verabschieden sollte. Schlüsselkompetenzen spielen im Konzept der Employability eine zentrale Rolle; ihre Bedeutung lässt sich aber auch unabhängig davon mit dem notwendig flexiblen Verhältnis von Studium und Beruf begründen. Der Beitrag fragt deshalb des Weiteren danach, ob mit der Studienstrukturreform auch eine curriculare und didaktische Reform einhergeht, die den Erwerb von Schlüsselkompetenzen erleichtert. Aufgrund der Ergebnisse des HIS-Absolventenpanels 2005 lässt sich diese Frage teilweise mit "ja" beantworten. Wegen der eingeschränkten Datenbasis und des frühen Zeitpunkts der Studie wird allerdings vor einer vorschnellen Verallgemeinerung gewarnt.

Schlüsselwörter: Hochschule, Arbeitsmarkt, Employability, Kompetenzen, Bologna-Prozess

Abstract:
Higher Education and the Labor Market in the Bologna Process - The Importance of "Employability" and Key Competencies
In the Bologna process, "employability" has become an important objective of higher education, shaping the current discussion on the relationship between higher education and the labor market. The popularity of the term "employability", however, seems to be negatively correlated with its precision. Therefore, the article first discusses the meaning of this concept and its usefulness for higher education. We come to the conclusion that employability is not an appropriate guiding principle for higher education reform. Key competencies are central to the concept of employability. However, the significance of key competencies is independent of the role they play in the concept of employability; they are also central to the necessarily flexible relationship between higher education and work. Therefore, this paper also addresses the question of whether the restructuring of the German higher education system was accompanied by curricular and didactic reforms, which facilitate the acquisition of key competencies. According to the results of the German Higher Education Information System (HIS) graduate survey 2005, the answer to this question is a cautious "yes". In view of the limited empirical basis and the early date of the survey, however, we advise against premature generalizations.

Keywords: Bologna process, Competencies, Employability, Higher education, Labor market


Bea Harazd, Stefanie van Ophuysen

Was bedingt die Wahl eines nicht empfohlenen höheren Bildungsgangs ?
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 626-647

Zusammenfassung:
Laut IGLU melden bundesweit rund 17 % der Eltern ihr Kind auf einer nicht-empfohlenen weiterführenden Schulform an. Nur wenige Studien versuchen, Elternmerkmale zu identifizieren, die mit der Ablehnung einer Schulformempfehlung einhergehen. Im Sinne des soziologisch orientierten Rational-Choice-Ansatzes fokussiert die Forschung vornehmlich auf soziale Hintergrundmerkmale und Kosten-Nutzen-Analysen. In der hier vorliegenden Studie wird darüber hinausgehend überprüft, inwiefern die elterliche Leistungsbewertung/-attribution sowie die Einschätzung des Beratungsprozesses Einfluss auf die Ablehnung der Lehrerempfehlung nimmt. Zielgruppe der Untersuchung sind Eltern, deren Schulformwunsch nicht mit der Lehrerempfehlung übereinstimmt und die eine höhere Schulform als die empfohlene wählen. Mittels logistischer Regression wird überprüft, wie gut es gelingt, auf Basis der theoriegeleitet ausgewählten Prädiktoren vorherzusagen, ob die Eltern bei ihrer nonkonformen Meinung bleiben oder ob sie sich der Lehrerempfehlung anpassen. Als bedeutsam für die Ablehnung der Empfehlung erweisen sich neben der Vermeidung eines Bildungsstatusverlustes das Vorwissen der Eltern über das Bildungssystem sowie die wahrgenommene Qualität der schulischen Beratung.

Schlüsselwörter: Beratung, Entscheidungsprozess, Grundschulübergang, Lehrerempfehlung, Schulformwahl

Abstract:
Reasons for Choosing a Non-Recommended School Type
According to PIRLS 17 % of German parents choose a non-recommended secondary school-type for their child. Only few empirical studies try to identify parental characteristics related to their rejection of a school-type recommendation from their child's teacher. Based on the sociological rational choice theory, research primarily focuses on characteristics of social background and on cost-benefit considerations. In addition to this, the present study analyzes to what extent parental evaluation and attribution of the child's achievement and the appraisal of the primary school's advice influence the probability of parents' rejection of the recommendation. The focus of this investigation is on parents whose educational aspirations and choices of school are higher than the teachers' recommendations. By means of logistic regression we analyze, how well parental decision-making - i. e. adopting the teacher's recommendation vs. insisting on own, non-compliant opinion - can be predicted by theory-based independent variables. Avoidance of a loss in educational status, parental knowledge of the school system and the perceived quality of a primary school's advice are revealed to be significant predictors of this rejection.

Keywords: Choice of school type, Consultation, Parental decision-making, Primary school transition, Teacher recommendation on pupil's potential


Ulrich Trautwein, Franz Baeriswyl, Oliver Lüdtke, Christian Wandeler

Die Öffnung des Schulsystems: Fakt oder Fiktion? Empirische Befunde zum Zusammenhang von Grundschulübertritt und Übergang in die gymnasiale Oberstufe
in: ZfE, 11. Jg. (2008), H. 4, S. 648-665

Zusammenfassung:
Die Öffnung von Bildungswegen und die Entkopplung von Bildungsgang und letztendlich erreichtem Abschluss gilt als wichtiger Aspekt der Modernisierung des mehrgliedrigen Schulsystems. Die vorliegende Studie untersuchte am Beispiel des Kantons Freiburg (Schweiz), wie stark diese Entkopplung tatsächlich ausfällt. 525 Schülerinnen und Schüler aus Deutschfreiburger Schulen wurden zwischen dem Ende der Grundschule (Klassenstufe 6) und dem Übergang in die gymnasiale Oberstufe (ab Klassenstufe 10) bzw. in eine alternative Ausbildung begleitet. Immerhin fast die Hälfte der Jugendlichen, die in der Oberstufe ein Gymnasium besuchten, hatten in der Mittelstufe die allgemeine Sekundarschule (und nicht das Progymnasium) besucht, was auf eine beträchtliche Entkopplung hinweist. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass auch bei vergleichsweise schwachen Schulleistungen am Ende der Grundschule noch der Sprung in die gymnasiale Oberstufe gelingen kann. Trotz dieser Belege für die Öffnung von Bildungswegen fanden sich gleichzeitig Hinweise darauf, dass der Besuch des Progymnasiums durchaus eine bahnende Wirkung in der Schulbiografie besitzt. Die Chance, auf die gymnasiale Oberstufe zu wechseln, war bei Absolventen des Progymnasiums etwa doppelt so hoch wie bei ansonsten vergleichbaren Schülerinnen und Schülern. Zudem ging ein günstiger sozialer Hintergrund mit einer höheren Chance auf den Übertritt in die Oberstufe einher.

Schlüsselwörter: Schulische Selektion, Öffnung des Schulsystems, Sozioökonomischer Status, Übergang, Sekundarstufe, Gymnasiale Oberstufe

Abstract:
An Open School System: Fact or Fiction? - Empirical findings on the link between graduates at primary school level and access to upper secondary school in Switzerland
Opening up educational paths and especially decoupling educational courses and final school qualifications are seen as important aspects of the modernization of Swiss education. The study presented here investigates to what extent this de-linking actually took place in the case of the Swiss canton Freiburg. 525 pupils from German-speaking schools were observed in their progress from the end of primary school (year 6) to the transfer into the upper secondary level Gymnasium (year 10) or into alternative educational mutes. Indeed, almost half of the young people, who went to the Gymnasium, previously studied at a middle-level general secondary school and not the preparatory Progymnasium; a strong indication of decoupling. Furthermore, the study shows that entry into the upper secondary level Gymnasium is still possible for pupils despite weak performance at primary level. Irrespective of the evidence for an opening of the education system, the findings also show that attending a Progymnasium has a significant effect on school biographies. The chance of transferring into the upper secondary level Gymnasium is twice as high for graduates, who attended a Progymnasium, as for comparative pupils, who did not. Additionally, a privileged social background correlates with a high chance of entry into the upper secondary level Gymnasium.

Keywords: Opening up of school systems, School selection, Secondary level schooling, Socio-economic status, Switzerland, Transition in education, Upper secondary level, Gymnasium

 


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