Martin Brunner/Mareike Kunter/Stefan Krauss/Jürgen Baumert/Werner Blum/Thamar Dubberke/Alexander Jordan/Uta Klusmann/Yi-Miau Tsai/Michael Neubrand

Welche Zusammenhänge bestehen . zwischen dem fachspezifischen Professionswissen von Mathematiklehrkräften und ihrer Ausbildung sowie beruflichen Fortbildung?
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 521-544

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich aus der Perspektive von Theorien zum Kompetenzerwerb mit dem Zusammenhang zwischen dem fachspezifischen Professionswissen von Mathematiklehrkräften und ihrer Ausbildung und beruflichen Fortbildung. Dabei wurden institutionelle Unterschiede der Lehramtsausbildung wie auch individuelle Unterschiede im Studienerfolg, der Berufserfahrung und der besuchten beruflichen Fortbildungen untersucht. Die Analysen basieren auf Daten von 195 Mathematiklehrkräften, die an der COACTIV-Studie teilnahmen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich Lehrkräfte unterschiedlicher Lehrämter deutlich in ihrem professionellen Wissen unterscheiden und dass insbesondere der Erfolg im Studium mit besseren Leistungen im Fachwissen und im fachdidaktischen Wissen zusammen hing. Wir diskutieren Implikationen unserer Ergebnisse vor dem Hintergrund der Lehramtsausbildung und beruflicher Fortbildungen.

Schlüsselwörter: Lehrer; Professionswissen; Kompetenzerwerb; Fortbildung; Studium

 

Summary
How is
the Content Specific Professional Knowledge of Mathematics Teachers Related to Their Teacher Education and In-Service Training?
The present study applies theories of competence acquisition to investigate the relationship of mathematics teachers' content knowledge and pedagogical content knowledge to institutional differences in teacher education, individual differences in teachers' final university grades, occupational experience, and attendance of in-service training programs. Data were obtained from 195 mathematics teachers who participated in the COACTIV study. Our results show considerable differences in the professional knowledge of mathematics teachers trained to teach in different school types. Moreover, teachers' final university grades, in particular, were substantially positively associated with their content knowledge and pedagogical content knowledge. We discuss the implications of our results with respect to teacher education and in-service training.

Keywords: teacher; teaching competence; teacher knowledge; teaching education; pedagogical content knowledge

 



Comelia Gräsel/Kathrin Fussangel/Ilka Parchmann

Lerngemeinschaften in der Lehrerfortbildung. Kooperationserfahrungen und -überzeugungen von Lehrkräften
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 545-561

Zusammenfassung

Unsere Interviewstudie vergleicht zwei Gruppen von Lehrkräften: (l) Lehrkräfte, die seit mindestens zwei Jahren an einer schulübergreifenden „Lerngemeinschaft“ des Projektes „Chemie im Kontext“ teilgenommen haben. Lerngemeinschaften basieren auf den Annahmen der Theorien des situierten Lernens. Kennzeichnend für sie sind die langfristige Zusammenarbeit und der intensive Austausch von Lehrkräften in Bezug auf die Optimierung des eigenen Unterrichtshandelns. (2) Lehrkräfte, die an einer Fortbildung zu „Chemie im Kontext“ teilgenommen haben, die eher traditionell gestaltet war und aus zwei Workshops bestand. Diese Gruppen wurden in Hinblick auf ihre Kooperationserfahrungen nach Rückkehr an ihre eigenen Schulen und hinsichtlich ihrer Überzeugungen zur Kooperation miteinander verglichen. Die insgesamt 69 Leitfadeninterviews wurden mit Hilfe der Inhaltsanalyse (nach Mayring) ausgewertet. Diese Auswertung kommt zu folgenden Ergebnissen: Insgesamt sind die Lehrer/-innen der Lerngemeinschaftsgruppe in vielfältigere Kooperationsbeziehungen eingebunden. Ihre Überzeugungen zur Kooperation sind differenzierter; sie sehen deutlich stärker den Nutzen einer arbeitsteiligen Kooperation und äußern deutlicher den Wunsch nach einer Intensivierung der fachlichen Zusammenarbeit an ihrer Schule. Diese Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass das Anbieten einer gut funktionierenden schulübergreifenden Kooperationsstruktur positive Effekte auf die Intensivierung der fachlichen Zusammenarbeit an den Schulen haben kann.

Schlüsselwörter: Lehrerkooperation; Schulentwicklung; Implementationsforschung; Lerngemeinschaften; Professionalisierung; Lehrerfortbildungen

 

Summary
Professional Development of Teachers in Learning Communities: Teachers' Experiences and Beliefs Concerning Collaboration
Our study compares teachers who participated in two different forms of professional development: (1) Teachers who have participated in a learning community as part of the project "Chemistry in context" (Chemie im Kontext) for at least two years. This approach to professional development is based on theories of situated learning. The learning communities can be characterized by a long-term and intense collaboration between teachers, who share their experiences in order to advance their teaching. (2) Teachers who participated in a traditional in-service-training consisting of two workshops. Our study asks whether the experiences of school-based collaboration and teachers' beliefs concerning professional collaboration differ between the two groups. 69 semi-structured interviews were analysed by means of content analysis techniques. Results show that teachers who participate in learning communities are more likely to be involved in multifaceted collaborative relationships in their own schools. They have more discriminate beliefs about collaboration and express more clearly a wish to intensify collaboration within their schools. In general, the findings indicate that cross-institutional learning communities could help to establish closer collaboration between teachers in schools.

Keywords: co-operation of teachers; school development; implementation; learning communities; teacher training; professional development

 


Miriam Leuchter/Christine Pauli/Kurt Reusser/Frank Lipowsky

Unterrichtsbezogene Überzeugungen und handlungsleitende Kognitionen von Lehrpersonen
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 562-579

Zusammenfassung
Die hier vorgestellte Studie untersucht den Zusammenhang zwischen unterrichtsbezogenen und handlungsleitenden Kognitionen anhand einer Stichprobe von 20 deutschen und 18 schweizerischen Mathematiklehrpersonen. Die untersuchten unterrichtsbezogenen Überzeugungen fokussieren auf das konstruktivistische und das rezeptive Lehr-Lernverständnis der Lehrpersonen, die spezifischen Kognitionen auf das konkrete didaktische Handeln in einer Unterrichtseinheit zur Einführung in die Satzgruppe des Pythagoras. In früheren Untersuchungen zeigte sich, dass sich deutsche Lehrpersonen konstruktivistischer als schweizerische Lehrkräfte einschätzten, ihren Unterricht aber eher als fragend-entwickelnd beschrieben. Ausgehend von diesem Befund werden in der Untersuchung deutsche und schweizerische Lehrpersonen hinsichtlich ihrer Überzeugungen und handlungsleitenden Kognitionen vergleichend untersucht. In einem zweiten Schritt wird nach Zusammenhängen zwischen beiden Facetten professionellen Lehrerwissens gefragt. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass sich die deutschen Mathematiklehrpersonen in ihren Überzeugungen stärker als jene in der Schweiz an einem konstruktivistischen Verständnis von Lehr-Lernprozessen orientieren, dieses sich aber sowohl bei deutschen als auch bei schweizerischen Lehrpersonen kaum in den handlungsleitenden Kognitionen widerspiegelt. Als Erklärung für diese geringe Korrespondenz zwischen unterrichtsbezogenen Überzeugungen und handlungsleitenden Kognitionen kommen u.a. belastende Rahmenbedingungen und eine geringe Selbstwirksamkeit der Lehrpersonen in Frage. Daher werden in einem dritten Schritt Zusammenhänge zwischen unterrichtsbezogenen Überzeugungen und handlungsleitenden Kognitionen unter Kontrolle belastender Rahmenbedingungen und der Selbstwirksamkeit der Lehrpersonen untersucht. Dabei zeigen sich, allerdings in erster Linie nur bei schweizerischen Lehrpersonen, einige erwartungskonforme systematische Zusammenhänge zwischen konstruktivistischen Überzeugungen und handlungsleitenden Kognitionen.

Schlüsselwörter: Lehrpersonen; Überzeugungen; handlungsleitende Kognitionen; Mathematikunterricht

 

Summary
Lesson-Related General Beliefs and Situational Beliefs in Teaching Staff
The study presented here investigates the connection between lesson-related general beliefs and situational beliefs for action on the basis of a sample of twenty German and eighteen Swiss mathematics teachers. The investigated lesson-related general beliefs focus on the constructivist and receptive understanding of learning on the part of teaching staff and their specific situational beliefs focus on the concrete didactic work in lessons that introduce the Pythagoras theorem. Earlier studies showed German teachers to have a conviction that they are more constructivist than their Swiss counterparts, but that they also describe their lessons as question-led. On the basis of these findings, German and Swiss teachers are investigated comparatively regarding their general and situational beliefs. In a second step, the link between both facets of the professional knowledge of teachers is surveyed. The results indicate that the German mathematics teachers orientate themselves more strongly towards a constructivist understanding of teaching-learning-processes. However, these general beliefs are hardly mirrored in situational beliefs by either the German or Swiss teachers. Possible explanations for this low correspondence between lesson-related general and situational beliefs are inter alia burdensome contextual conditions and a low self-efficacy of the teachers. Therefore, in a third step, the links between lesson-related general and situational beliefs are studied whilst controlling far burdensome contextual conditions and a low teacher self efficacy. Here, it could be shown - albeit primarily for Swiss teachers - that, as expected, a number of systematic links between lesson-related general and situational beliefs do exist.

Keywords: teachers; general beliefs; situational beliefs; mathematics lessons

 


Heinz-Elmar Tenorth

Professionalität im Lehrerberuf. Ratlosigkeit der Theorie, gelingende Praxis
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 580-597

Zusammenfassung

Seit eine (meist soziologische) Theorie der Professionen existiert, ist die Frage der Anerkennung der Pädagogen, zumal der Lehrer, als Profession strittig. Meist werden sie als Defizitgruppe codiert: als „semi-professionals“, behaftet mit einem „notorischen“ oder „strukturellen“ „Professionalisierungsdefizit“, allenfalls „Beruf“, kaum „Profession“, in der Arbeit an „strukturellen Defiziten“ ohne eindeutige „Technologie“, ein „unmöglicher Beruf“. Die These ist: Solche Codierungen sind weitgehend unbrauchbar, sie verweisen auf die mangelnde Sensibilität der Professionstheorie für das pädagogische Feld, sie ignorieren die Leistungen der Pädagogik und das Potential ihrer Technologie. Deshalb: Auch Professionstheorie muss „pädagogisch“ sein, das Gelingen ihrer Praxis nicht als Trivialität abwerten, sondern als Leistung erklären, die Voraussetzungen für die Praxis des Berufs benennen und die Chancen der Steigerung der Qualität pädagogischer Arbeit aufzeigen.

Schlüsselwörter: Technologie; Professionstheorie; Lehrerprofessionalität; Schema; implizites Wissen

 

Summary
Professionalism in the Teaching Occupation
- At a Loss With the Theory but the Practice Succeeds
Ever since the existence of a (largely sociological) theory of professions, the question of the recognition of pedagogues, particularly teachers, as professionals has been controversial. They are usually coded as a deficit-group: as “semi-professionals”, with a “notorious” or “structural” “professionalization-deficit”, possibly an “occupation”, rarely a “profession”, who work with “structural deficits” without clear “technologies” - an “impossible occupation”. The argument is: That such codings are broadly useless, they point to a lack of sensitivity in the profession theory for the pedagogic field, they ignore the achievements of pedagogy and the potential of its technology. Therefore: Profession theory must be adapted so that successful pedagogical activities are not devalued as trivial, but regarded as achievements. It should specify the prerequisites for carrying out the occupation and the chances of improving the quality of pedagogic actions.

Keywords: technology; profession theory; professionalization of teachers; schemes; implicit knowledge

 


Heinz Reinders

Freiwilligenarbeit und politische Engagementbereitschaft in der Adoleszenz. Skizze und empirische Prüfung einer Theorie gemeinnütziger Tätigkeit
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 599-616

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, unter welchen Bedingungen die Freiwilligenarbeit Jugendlicher einen Einfluss auf die Bereitschaft zu politischer Partizipation besitzt. Theoretisch wird die Frage mit Bezug auf die Theorie gemeinnütziger Tätigkeit beantwortet. Diese besagt, dass nicht primär das soziale Engagement, sondern die beim Engagement gemachten Erfahrungen relevant sind für das Ausmaß politischer Beteiligungsbereitschaft. Diese Annahme wird durch zwei Untersuchungen (N1 = 222; N2 = 1.431) bei Jugendlichen geprüft. Die Befunde beider Studien stützen die These, dass Freiwilligenarbeit nicht direkt, sondern vermittelt über die im Zuge des Engagements entwickelte Prosozialität und die gemachten Erfahrungen das Ausmaß politischer Beteiligungsbereitschaft vorhersagt.

Schlüsselwörter: Jugend; Ehrenamt; politische Sozialisation; soziales Engagement

 

Summary
Voluntary Work and the Willingness of Civic Engagement During Adolescence - Sketch and Empirical Test of a Theory of Community Service
This contribution investigates framework conditions under which young people's participation in voluntary work influences their willingness to be politically active. The question will be answered using a theory of community work. This theory states that it is not primarily doing service, but the experience made during voluntary work, which is relevant for the willingness of civic engagement. This assumption will be tested with two studies (N1=222; N2=1.431) of young people. The results of both studies support the hypothesis that voluntary work does not directly, but indirectly - via the development of prosocial attitudes and other experiences during the work - which predict adolescents willingness of civic participation.

Keywords: youth; volunteering; political socialization; community service

 


Stefan Kühne

Das soziale Rekrutierungsfeld der Lehrer. Empirische Befunde zur schichtspezifischen Selektivität in akademischen Berufspositionen
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 617-631

Zusammenfassung

Fragen der sozialen Selektivität im Schulsystem werden gegenwärtig sehr einseitig, bezogen auf die soziale Herkunft der Lernenden, diskutiert. Die soziale Rekrutierung der Lehrkräfte und ihre Auswirkungen auf den Umgang mit Schülerinnen und Schülern waren dagegen in jüngster Zeit kaum Gegenstand in der Bildungsforschung. Auf der Basis der ALLBUS-Kumulation 1980-2002 liefert der Beitrag empirisch fundierte Erkenntnisse darüber, wie die Zugangschancen zu akademischen Berufspositionen in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft variieren. Für den Lehrernachwuchs wird ein soziales Herkunftsprofil nachgewiesen, welches die Lehrerprofession im Gegensatz zu anderen Akademikern stärker als Beruf des sozialen Aufstiegs kennzeichnet. Die Befunde werfen die Frage auf, ob die sozialen Mobilitätschancen der Lehramtskarriere die schichtspezifische Selektivität im deutschen Schulsystem nicht sogar im Sinne eines kumulativen Effektes verstärken.

Schlüsselwörter: Lehrer; Akademiker; Rekrutierung; soziale Herkunft

 

Summary
Social Origin in the Teaching Profession - Empirical Results on Social Selection Effects in Academic Vocational Fields
Current studies on social selection within the school system focus on the relationship between students' social background and their success at school. German educational research has so far paid limited attention to the social origin of teachers and its influence on teachers' attitudes towards the students. This article provides empirical insight into the effects of social selection on access to graduate professions using data from the GGSS cumulation 1980-2002 (German General Social Survey). The paper concludes that the teaching career is distinguished as a profession of social advancement, which means that teachers - in contrast to other graduate fields - often come from lower social backgrounds. The findings raise the question of whether this upward mobility of the teaching profession actually amplifies the social discrimination of their pupils.

Keywords: teachers; higher education graduates; recruiting; social background

 

Christiane Müller/Sigrid Blömeke/Dana Eichler

Unterricht mit digitalen Medien - zwischen Innovation und Tradition? Eine empirische Studie zum Lehrerhandeln im Medienzusammenhang
in: ZfE, 9. Jg. (2006), H. 4, S. 632-650

Zusammenfassung
Konzepte zum Einsatz von digitalen Medien verdeutlichen deren Potenziale hinsichtlich einer Unterstützung des problemorientierten, selbstbestimmten und kooperativen Lehrens und Lernens. Offen ist aber, ob Lehrerinnen und Lehrer dieses Potenzial auch wirklich nutzen. Möglicherweise werden die neuen Medien lediglich in überlieferte Handlungsmuster integriert. Ziel des Forschungsprojekts, über das hier berichtet wird, ist es, einen Beitrag zur Entwicklung einer Theorie zum Lehrerhandeln im Medienzusammenhang zu leisten. Dabei wurden (1) Handlungsmuster von Lehrpersonen beim Einsatz neuer Medien im Unterricht identifiziert und (2) Hypothesen über mögliche Zusammenhänge von Handlungsmuster, Medien-Expertisegrad und Fachzugehörigkeit generiert. Es wurden Videoaufnahmen von 20 Unterrichtsstunden mithilfe eines niedrig-inferenten Kategoriensystems analysiert und hinsichtlich zugrunde liegender Grundmuster clusteranalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass auf einer zugrunde gelegten Skala mit den Polen „instruktional“ und „konstruktivistisch“ unterschiedliche Muster von Lehrerhandeln beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht identifiziert werden können, die sich als traditionell-lehrerzentriert bzw. als innovativ-schülerorientiert beschreiben lassen.

Schlüsselwörter: Handlungsmuster; digitale Medien; Videoanalysen

 

Summary
Teaching
With Digital Media
- Between Innovation and Tradition? An Empirical Study on Teaching Practice in a Media Environment
Concepts on the uses of digital media emphasise their potential to support problem-oriented, self defined and cooperative teaching and learning. It remains unclear, whether teachers really exploit this potential. It is possible that the new media are simply integrated into traditional teaching practice. The objective of the research project, reported on here, is to contribute to the development of a theory on teaching practice in the new media context. The project (1) identified behavioral patterns of teachers using new media in their lessons and (2) generated hypothesis on possible links between behavioral patterns, expertise in the use of media and subject-disciplines. Video recordings of twenty lessons were analyzed using a low inference category system and on the basis of recognizable patterns evaluated using cluster analysis. The results show that between the poles "instructional" and "constructivist" different patterns of teacher behavior for implementation of digital media in lessons can be identified, which can be described as traditional teacher-centred and innovative pupil-oriented, respectively.

Keywords: behavioral patterns; digital media; video analysis

 

 


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