Andrea English

Negativity and the New in John Dewey’s Theory of Learning and Democracy – Toward a Renewed Look at Learning Cultures

 
in: ZfE, 8. Jahrg., Heft 1/2005, S. 28

Zusammenfassung


Die Rolle des Neuen in Lernprozessen bezieht sich auf die grundlegende Frage, wie Lernen überhaupt möglich ist und wo es beginnt. In diesem Beitrag wird zunächst John Deweys Lernkonzeption als Basis für die Analyse entwickelt. Dann wird die Beziehung zwischen Negativität und dem Neuen erarbeitet. Beim Übergang vom Alten zum Neuen und vom Gewussten zum Ungewussten entstehen Verwirrungen und Schwierigkeiten, die in diesem Papier als Negativität im Lernprozess untersucht werden. Außerdem vermittelt der Beitrag Einsichten in praktische pädagogische Probleme, etwa bezüglich der Frage, wie Lehrer und andere Erzieher Lernprozesse fördern und wie Lernkulturen als besondere Lernumwelten Lehr-Lern-Prozesse unterstützen können.

Summary

The role of die New in learning processes relates to basic questions of how learning is possible, and where learning begins. Using John Dewey‘s concept of learning as the basis for analysis, this inquiry looks into the relation between Negativity and the New and seeks to uncover die negativity in learning processes associated with die perplexities and difficulties which arise in the transitions from Old to New and Known to Unknown. Furthermore, it offers insight into practical pedagogical issues, such as how teachers and educators can support learning processes and how learning cultures, as particular environments for learning, can assist processes of teaching and learning.

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Matthias Trautmann


Überzeugungen vom Englischlernen


in: ZfE, 8. Jahrg., Heft 1/2005, S. 38

Zusammenfassung

Der Beitrag fragt, ob das Konzept der Überzeugungen für die sprachen- bzw. englischdidaktische Forschung von Nutzen sein kann. Dazu wird zunächst kurz die Diskussion der epistemologischen Überzeugungen von Schülerinnen und Schülern in der dritten TIMS-Studie vorgestellt. Danach werden einige Ergebnisse aus der angloamerikanischen und deutschsprachigen Forschungsliteratur zu Überzeugungen vom Sprachenlernen referiert. Am Beispiel eines empirischen Forschungsprojektes werden ansatzweise Überzeugungen zweier Englischlehrender zum Grammatiklernen analysiert. Im Ergebnis vertritt der Autor die These, dass die Erforschung der Überzeugungen von Lehrenden und Lernenden im Kontext von Schule ein notwendiges und deshalb zu intensivierendes, wenngleich nicht hinreichendes Element der Entwicklung von fremdsprachlichem Unterricht ist.

 

Summary

Beliefs in Learning English

This contribution investigates whether the concept of belief can be useful for linguistics and research on didactics for English learning. The epistemological beliefs of school pupils in the third TIMS-study will be briefly presented. Research results on [such] beliefs in language learning in German and English literature will be reported and on die basis of an empirical research project, the beliefs of two English teachers regarding grammar will be analyzed. In conclusion, the author will argue that investigating die [epistemological] beliefs of teachers and learners in die context of school is a necessary element in the development of foreign language lessons, which should be intensified in the future.

 


Seung-Nam Son (unter Mitarbeit von Meinert A. Meyer)

Koreanische Schulkultur – dargestellt aus international vergleichender Perspektive


in: ZfE, 8. Jahrg., Heft 1/2005, S. 53

Zusammenfassung

Die Ergebnisse internationaler Schulleistungstests machen deutlich, dass Schulleistung stark von der jeweiligen Schulkultur abhängt. Informationen Über die koreanische Schulkultur erhalten in diesem Rahmen eine besondere Bedeutung, da bei TIMSS, PISA und in anderen Untersuchungen für dieses Land sehr gute Ergebnisse ermittelt worden sind. Die Beschreibung, Analyse und Bewertung der Schul- und Lernkultur erfolgt im vorliegenden Bericht auf einer Makroebene - Tradition, Philosophie, Geschichte und Gesellschaft — und auf einer Mikroebene — Lehrer, Schüler und die Bildungsinhalte. Die Verknüpfung der Makro- mit der Mikroebene ist bedeutsam, um vorschnelle Obertragungen auf deutsche Verhältnisse zu vermeiden. Typische Merkmale der koreanischen Schul- und Lernkultur werden vorgestellt und interpretiert. Bedeutsam sind eine gesamtgesellschaftliche hohe Wertschätzung von Lernen und Bildung, eine an Auswendiglernen und Pauken orientierte Lernkultur, Frühförderung vor Schulbeginn und umfangreicher außerschulischer Unterricht, elterliches Engagement und das so genannte ‚.Erziehungsfieber“.

 

 
 

Summary

Korean School Culture -A comparative perspective

The results of international school performance tests make it clear that school performance is strongly related to school culture. In this context, information on die Korean school culture is of particular interest since Korea has achieved high scores in PISA, TIMSS and a number of other comparative studies. The description, analysis und evaluation of die school and learning culture in this paper has regard to both die macro-level - tradition, philosophy, history und society - und die micro-level - teacher, pupil and educational content. This link between macro und micro levels is important to avoid overly rash attempts at transferring insights to the German situation. Typical characteristics of Korean school und learning culture will be presented and interpreted. Particularly significant is the high value associated with learning und education in society, a learning culture based largely on learning by rote, pre-school educational support sud extensive lessons outside of school, parental involvement and the so-called ‘education fever‘.

 


Timo Hoyer

Ethik und Moralerziehung – Zur Grundlegung des moralpädagogischen Diskurses in der griechisch-römischen Antike


in: ZfE, 8. Jahrg., Heft 1/2005, S. 75

Zusammenfassung

In der Moralphilosophie findet derzeit eine historisch reflektierte Renaissance der antiken Tugendethik statt. Auch im moralpädagogischen Diskurs wendet man sich wieder vermehrt Fragen der Tugend- und Charaktererziehung zu, aber es fehlt an historischen Studien zu dieser Thematik. Vor diesem Hintergrund befasst sich der Aufsatz mit der Grundlegung der abendländischen Moralpädagogik in der griechisch-römischen Antike. Zunächst wird die unmittelbar moralerzieherische Intention der antiken Ethik herausgestellt. Die antiken Theoretiker sind daran interessiert, konkrete Antworten auf die Frage nach dem gelingenden Leben zu geben. Dieser Sachverhalt hat sich auch auf die pädagogische Theorienbildung ausgewirkt. In einem zweiten Schritt wird die signifikant moralpädagogische Ausrichtung der antiken Erziehungsphilosophie aufgezeigt. Von Demokrit an bis zur römischen Stoa orientierten sich die unterschiedlichen pädagogischen Konzepte am Ideal des Guten und Tugendhaften.

 

 
 
 
Summary

Ethics and Moral Education - On the foundations of the discourse on moral education in the Greek antiquity

A historic-reflexive Renaissance of moral ethics based on the ideas of antiquity can be observed in current moral philosophy. Questions of virtue and character are discussed in the educational discourse on morals. However, there is a lack of historical studies on this topic. In view of this discrepancy, this paper deals with die foundations of occidental moral philosophy in Greco-Roman antiquity. The first section of this paper will deal with die moral-educative intention of die ethics of this period. The theorists of die ancient world were interested in finding concrete answers to the question of a ‘good life‘. This was also reflected in pedagogical theory formation. In die second section, die significant moral-pedagogical orientation of die educational philosophy in antiquity will be shown. From Democritus to die Roman Stoics, this orientation concerned pedagogical concepts based on die ideal of die good and virtuous.

 

 
 
 
 
 

Wassilis Kassis

Ausländerfeindliche Gewaltakzeptanz Jugendlicher zwischen gesellschaftlichen Dominanz- und schulischen sowie familiären Desintegrationserfahrungen


in: ZfE, 8. Jahrg., Heft 1/2005, S. 96

Zusammenfassung
 

Analysen der hier vorgelegten Studie mittels linearer Strukturgleichungsmodelle belegen, dass es nicht sinnvoll ist, den Disput ‚Dominanzthese‘ versus ‚Desintegrationsthese‘ zur Erklärung von Ausländerfeindlichkeit Jugendlicher weiterzuführen. Diese erstmalige Überprüfung einer Kombination der Wirkungen in einem Strukturgleichungsmodell ergab einen engen Zusammenhang zwischen fam