Lutz Koch

Allgemeinbildung und Grundbildung, Identität oder Alternative?
in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 183 - 191

Zusammenfassung
Es wird die Frage gestellt, ob das literacy-Konzept (Grundbildung) der PISA-Studie eine neue Art von Allgemeinbildung darstellt. Verglichen mit dem Humboldtschen Konzept Allgemeiner Menschenbildung fällt die Antwort negativ aus. Es handelt sich nicht um ein Konzept allgemeiner Bildung, sondern um ein allgemeines Qualifikationskonzept, das auf Kosten der pädagogischen Fragestellung die erfolgsorientierte Bildungssteuerung optimiert.

Summary
General Education and Basie Literacy - Equivalents or altematives?
This contribution asks whether the literacy-concept of the PISA studies simply represents a new perspective on general education. In comparison with Humboldt's idea of an "Allgemeine Menschenbildung" this proposition must be rejected. It is rather a concept of general qualification, which neglects the pedagogical point of view in favour of optimizing the management of the educational system.


Uwe Hericks

Grundbildung, Allgemeinbildung und Fachunterricht

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 192 - 206

Zusammenfassung
Der Beitrag thematisiert das nicht unproblematische Spannungsverhältnis von Grundbildung, Allgemeinbildung und Fachunterricht. Anspruchsvolle Fachinhalte, die über die in der internationalen PISA-Studie untersuchten Basiskompetenzen hinausgehen, lassen sich nicht nur einem normativen Verweis auf allgemeine Kompetenzen (wie Lernfähigkeit, Sozial- oder Problemlösekompetenz) für alle Heranwachsenden rechtfertigen. Die Allgemeinheit der Bildung ist vielmehr im Faktum der Kontingenz und Differenz jeglicher Fachinhalte zu suchen. Bildung wird dabei als die Fähigkeit zum Umgang mit Ungewissheit definiert. Anhand einer Fallstudie mit einer Hamburger Lehrerin wird gezeigt, dass diese Bestimmung für Lehrende pragmatisch auf die Realisation "guten" Fachunterrichts hinauslaufen kann. Unter Bildungsaspekten zeigt sich das Handeln der Lehrerin dabei implizit an einer Als-ob-Didaktik orientiert, deren Grundzüge im Beitrag verallgemeinernd herausgearbeitet werden. Eine geeignete Rahmenkonzeption dafür steht mit der Bildungsgangdidaktik zur Verfügung, die die tatsächlichen Lern- und Bildungsprozesse der Schülerinnen und Schüler in das Zentrum ihrer Theoriebildung stellt.

Summary
Basic Education, General Education and Subject-Focused Lessons
This contribution focuses on the not unproblematic tensions between basic education, general edueation and subject-focused lessons. Demanding subject matter, which offers more than those basic competencies studied in the international PISA study, cannot be justified for all learners with a normative reference to the attainment of general competencies (i.e. learning, social and problem-solving skills). Generality is indeed to be found in the contingeney and difference of subject matter. Bildung is defined as the ability to deal with uncertainty. On the basis of a case study of a teacher from Hamburg, it will be demonstrated that this concept can - in pragmatic tenns - simply mean the realization of "good" subjectfocused teaching. According to the theory of Bildung, it can be shown that the teache's work is implicitly based on a didactic with as-if-character, which will be fürther generalized in this paper. An appropriate framework for such concepts is offered by the Bildungsgangdidaktik, which places the realized learning and educational processes at the center of its theory.


Pertti Kansanen

The role of general education in teacher education

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 207 - 218

Zusammenfassung
Die Rolle der Allgemeinbildung in der Lehrerbildung
Lehrerbildung hat die Befähigung, gut zu unterrichten, als ihre Zielsetzung. Die Forschungsergebnisse bezüglich der Frage, was guten Unterricht kennzeichnet und wer ein guter Lehrer ist, sind allerdings nicht eindeutig. Der Beitrag beleuchtet vor diesem Hintergrund das finnische Curriculum für die Lehrerbildung. In diesem Curriculum gibt es zwei Ebenen. Die eine bezieht sich auf die elementare Funktion der Lehrerausbildung, also auf Unterrichtsmethoden, Fachunterricht, (fach-)didaktisches Wissen (pedagogical content knowledge) usw. Diese Ebene wird durch eine zweite Ebene ergänzt, die sich als Allgemeinbildung in der Lehrerbildung (general education in teacher education) beschreiben lässt. Lehrerbildung auf dieser Ebene ist auf den komplizierten Mix von normativen und deskriptiven Elementen in der Lehr-Lern-Situation, auf die Kombination von deklarativem und prozeduralem Wissen und ihren Bezug auf fachliche Überzeugungen und Haltungen, auf die Ethik der Erziehung und anderes bezogen. Für beide Ebenen wird eine forschungsbezogene Lehre ausgewiesen. Schulpraktische Studien werden deshalb sorgfältig auf die Didaktik der Unterrichtsfächer, auf Unterrichtsforschung und auf die erziehungswissenschaftliche Theoriebildung bezogen.

 
 

Summary
Teacher education aims at good teaching.
However, research findings concerning good teaching and good teachers are ambiguous. The paper reflects on the Finnish curriculurn for teacher education. In this curriculum, there are two levels, one focussing on a basic domain of teacher education, i.e. methodology, subjeet matter instruction, pedagogical content knowledge et cetera. This level is enriched by a second level which is identified as general teacher education. In this respect, teacher education focuses on the intricate mix of normative and descriptive elements in the interaction between teaching and leaming, on the combination of declarative and procedural knowledge and their relation to professional beliefs and attitudes, on ethics of education et cetera. For both levels, it is assumed that instruction should be research-based, and that a research- based approach should be practiced for everyday teaching as well. Practice teaching, therefore, is closely linked to curriculum studies, to teacher research (in the Gertnan sense of Lehrerforschung durch die Lehrerinnen und Lehrer, not in the American sense of teacher research), and educational theory.


Knut Schwippert/ Wilfried Bos/ Eva-Maria Lankes

Lesen Mädchen anders? Vertiefende Analysen zu Geschlechtsdifferenzen auf Basis der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 219 - 234

Zusammenfassung
Die Gender bezogene Forschung der letzten Jahre setzte sich insbesondere mit Differenzen in mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen auseinander, während die Unterschiede im Leseverständnis weniger Beachtung fanden. Dabei sind national wie auch international die Befunde von groß angelegten Schulvergleichsstudien konsistent: Mädchen lernen schneller und besser lesen, und auch wenn die Jungen in der Sekundarstufe aufholen, so erreichen sie den Stand der Mädchen auch im Jugendalter noch nicht. Anhand der 2001 durchgeführten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) wird untersucht, ob der Vorsprung der Mädchen im Leseverständnis schon in der Grundschule angelegt ist. Anhand differenzieller Item Analysen wird der Frage nachgegangen, ob sich auch bei einzelnen Fragen systematische Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen nachweisen lassen. Anhand der Analysen kann gezeigt werden, dass geringe Geschlechtsdifferenzen bezüglich des Frageformats (offenes Antwortformat vs. Multiple Choice) und den Leseleistungen bei literarischen und Informationstexten bestehen. Bei Betrachtung der in IGLU getesteten Verstehensaspekte ergeben sich keine Differenzen zwischen Jungen und Mädchen. Hingegen ist bezüglich der Aufgabenschwierigkeiten ein Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen Lösungshäufigkeiten festzustellen, was ältere Befunde stützt, die gezeigt haben, dass Mädchen routinierter lesen. Als mögliche Konsequenz dieser Untersuchung könnte die Anregung gegeben werden, im Unterricht vermehrt Leseanreize zu geben, welche Jungen eher ansprechen, um sie so zum vermehrten Lesen zu führen. In späteren Untersuchungen wäre dann zu klären, ob die Jungen so mehr Sicherheit bei routinierten Leseaufgaben erreichen könnten und ggf. zu dem von Mädchen gezeigten Niveau des Leseverständnisses aufschließen könnten.

 
 
 
Summary
Over the last few years research has particularly concemed itself with gender differences between competencies in mathematics and natural sciences, whilst differences in reading comprehension have had little attention. At the same time, national and international evidence from largescale school comparisons has shown consistently that girls learn to read faster and better. Even when boys catch up at secondary level, they do not reach the girl' standard in their teens. On the basis of the international reading study IGLU carried out in 2001, this contribution will ask whether the girl' head-start ean already be observed at primary school level. Using differential item-analysis, the question of whether answers to individual questions show systematic differences will be investigated. The analysis shows only small gender differences regarding question format (open questions vs. multiple choice) and reading perfonnance for literary and informational texts. Also, no differences between boys and girls can be found in the aspeets of comprehension tested for in the IGLU-study. However, there is a connection between the level of task difficulty and the frequency of solving tasks by gender, which supports previous evidence that girls read more profieiently. A possible consequence of this study could be the using of reading incentives in class, which are particularly aimed at boys, to encourage their reading. Further studies would have to investigate whether boys achieve an improved confidence in tasks calling for reading proficiency and are therefore able to reach the standards of reading comprehension set by the girls.
 
 
 
 
 

Manfred Lüders

Können Lehr-Lern-Prozesse im Unterricht evolutionstheoretisch erklärt werden?

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 235 - 247

Zusammenfassung
Der Beitrag befasst sich mit Theorie- und Erklärungsangeboten der evolutionären Pädagogik und Didaktik. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der These dieses Ansatzes, dass nicht nur die Geschichte der Erziehung, sondern auch Lehr-Lern-Prozesse im Unterricht mit Hilfe der evolutionstheoretischen Kategorien Variation, Selektion und Stabilisierung erklärt werden könnten. Im ersten Teil wird gefragt, ob mit der Übernahme dieser Kategorien aus der Evolutionsforschung in die Pädagogik eine Naturalisierung des Sozialen impliziert ist. Im zweiten Teil findet eine Analyse der beanspruchten Erklärungsleistungen am Beispiel des Schulunterrichts statt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die evolutionäre Pädagogik und Didaktik einer evolutionsbiologischen Perspektive auf soziale Gegenstände verhaftet bleibt und der faktischen Komplexität unterrichtlicher Lehr-Lern-Prozesse nicht gewachsen ist. Als besonders problematisch erweisen sich die Indifferenz des Ansatzes gegenüber Fragen der Unterrichtsmethodik und die Vernachlässigung der individuellen psychischen Voraussetzungen der Schüler bei der Erklärung der Wirksamkeit von Schulunterricht.

 
 

Summary
Can Teaching und Learning Processes in Lessons be Explained by Evolution Theory?
The paper deals with the theory and explanations of the so-called evolutionary pedagogic and didactics. It focuses on a critical analysis of this approach's claim to explain not only the history of education, but also teaching and leaming processes in lessons with the help of the categories variation, selection and stabilization. In the first section, the question will be raised as to whether the adoption of these categories implies a naturalization of the social. In the second part, there is an analysis of their proclaimed explanatory power regarding school lessons. The results show that the evolutionary pedagogic and didactic is bound to an evolutionary-biological perspective of social objects and cannot cope with die factual complexity of teaching and leaming processes. Particularly problematic is the indifference of this approach to appropriate teaching methods and to the individual psychic conditions of pupils for the explanation of effectiveness of taught lessons.


 
 

Wassilis Kassis

Komplexität und Kausalität in der erziehungswissenschaftlich motivierten Gewalt-Sozialisationsforschung


in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 248 - 262

Zusammenfassung
Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich die Vielschichtigkeit von erziehungswissenschaftlich motivierter Forschung am Beispiel der Wirkungsweise von Geschlechterrollenstereotypen auf die Gewaltsozialisation männlicher Jugendlicher aufzeigen und dabei auf die Notwendigkeit verweisen, dieser theoretischen Komplexität mit einer ebenso hohen empirischen und statistischen Komplexität zu begegnen. Strukturgleichungsmodelle werden als geeignete Rechenweisen dargestellt und darin die Thematik der Kausalität als eine postulierte Verbindung zwischen Ursache und Wirkung diskutiert. Die Akzeptanz des Prinzips keine Veränderung ohne Ursache bildet den Grundsatz einer probabilistischen Kausalität und dieser stellt die Grundkonzeption einer empirischen Erziehungswissenschaft dar, die statistisches Anwendungsfeld und Theoriesprache miteinander zu verweben weiß.

Summary
An Educational Science Perspective on Complexity and Causality in the Field of Socialization to Violence
This contribution will demonstrate the complexity of educational research. This will be achieved using the example of the effect of young men's stereotypes for gender roles on their socialization to violence in social contexts. It argues that theoretical complexity must be complimented by an equally high empirical and statistical complexity. structural equitation models are presented as an appropriate method of computation and causality is discussed as a postulated link between cause and effect. The acceptance of the principle "no change without cause" is the fundamental basis of the concept of probability-bound causality, which, in turn, is the key to an empirical educational science that can interweave the statistical field of application with theoretical discourse.


Birte Egloff

Möglichkeitsraum Praktikum. Zur studentischen Aneignung einer Phase im Pädagogik- und Medizinstudium

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 263 - 276

Zusammenfassung
Im Rahmen einer berufsorientierten Hochschulausbildung sollte das studienintegrierte Praktikum eigentlich eine zentrale Rolle spielen. Allerdings zeigt sich, dass das Praktikum weder in aktuellen Debatten zur Hochschulreform thematisiert wird noch ein eigenständiger Gegenstand von Hochschulforschung ist. An diesem doppelten Defizit setzt der folgende Beitrag an, in dessen Mittelpunkt empirische Befunde aus einer Untersuchung zum studentischen Umgang mit dem Praktikum in den beiden Studienfächern Diplom-Pädagogik und Humanmedizin stehen. Unter der Frage, wie Studierende ihre außeruniversitär stattfindenden und selbst zu organisierenden Praktika deuten, wurden nicht nur zwei große Handlungsprobleme identifiziert, auf die Studierende im Zusammenhang mit der Verpflichtung zum Praktikum treffen (Übergang vom Studium ins Praktikum; Gestaltungszumutung), sondern auch die Deutungsmuster rekonstruiert, auf die sie zur Lösung dieser Handlungsprobleme zurückgreifen. Die Studie zeigt, dass das Praktikum von Studierenden trotz bestehender Vorgaben relativ autonom und in vielfältiger Weise, orientiert an Studium Beruf, Biographie und Lebenswelt, angeeignet wird und innerhalb des Studiums nicht nur einen besonderen Lern- und Erfahrungsraum, sondern auch einen Ort der Bildung darstellt. Angesichts von Hochschulreformen, in denen dieser Bildungsgedanke zunehmend zu verschwinden droht, plädiert der Beitrag dafür, derartige Freiräume für selbstbestimmtes und kreatives Handeln zu erhalten und die Aneignungsleistungen der in der Hochschule agierenden den Individuen im Rahmen von Hochschulplanung künftig starker zu berücksichtigen.

Summary
Internship as Open Space

An integrated intemship should actually play a central role within the frainework of a vocationally- oriented higher education. However, it must be ob- served that internships are neidier a topic of current reform debates nor a specific object of higher education research. This contribution starts out from this double deficit and focuses on empirical results from an investigation into how students view intemships in two courses - pedagogy and human medicine. On the basis of the question of how stu- dents perceive their intemships, which occur outside of the university and are organized by themselves, two significant problems which students have to cope with are identified (transition between studies to internship, obligation to self-motivation), and implicit patterns of construction may be investigated, which reflect the solutions to these problems. The study shows that despite formal expectations, internships are often approached in an autonornous and multifarious way, and reflect course of study, job, biography and life-world. Therefore their position within a course should not simply be seen as a particular space for leaming and accumulated experience, but also as a general place of personal development (Bildung). In the face of higher education reform in which the disappearance of Bildung is a serious direat, this contribution argues that such open spaces for self-determined and creative action should be maintained and recognized more explicitly in future higher education planning.


Christian Harteis

Zur Diskussion über die Konvergenz ökonomischer und pädagogischer Prinzipien betrieblicher Personal- und Organisationsentwicklung

in: ZfE, 7. Jahrg., Heft 2/2004, S. 277 - 290

Zusammenfassung
Die These von der Konvergenz ökonomischer und pädagogischer Prinzipien betrieblicher Personal- und Organisationsentwicklung findet in der Erziehungswissenschaft eintlussreiche Verfechter. In diesem Beitrag werden vier Kritikpunkte zum Literaturstand bezüglich der Konvergenzdebatte entwickelt und näher erläutert. Um den Diskussionsstand weiter zu entwickeln, wird ein theoretisches Konzept vorgestellt, das die Schwächen der kritisierten Ansätze vermeidet. Die individuelle Kompetenzentwicklung der Beschäftigten wird als Voraussetzung dafür gesehen, dass dem Betrieb ein umfangreiches Kompetenzspektrum zur Verfügung steht. Damit der Betrieb dieses Kompetenzspektrum nutzen kann, müssen Bedingungen gegeben sein, unter denen die Beschäftigten einen Nutzen in der Anwendung ihrer Kompetenz sehen. Sind diese gegeben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Leistungskraft des Betriebs, was wiederum Voraussetzung dafür ist, dass Beschäftigte im Rahmen ihrer Arbeit individuelle Kompetenz entwickeln und anwenden können. Die Tragweite dieses Ansatzes besteht darin, dass eine Operationalisierung von Konvergenzbedingungen über neuere Theorien aus der Lehr-Lern-Forschung möglich wird.

Summary
On the Dispute About a Convergence Between Economic and Pedagogical Principles for Staff and Organizational Development The hypothesis of a convergence between economic and pedagogical principles for staff and organizational development has found influential supporters in educational science. This contribution will develop four criticisms regarding litera- ture on the convergence hypothesis and explain their significance. The discussion will be advanced by presenting a theoretical concept which avoids the weaknesses of the criticized approaches. The possibility for employees to de- velop individual competencies is seen as a necessary pre-condition for a company to profit from the potential spectrurn of competencies which ein- ployees otherwise provide. A company can only utilize this potential when certain conditions are met by which the employees can see a clear use in the application of their skills. When these are fulfilled, the chances of a permanently high performance in a company increase and this, in turn, is a pre-condition for employees to have the opportunity to develop and apply their individual competencies. The relevance of the described approach lies in its capaeity to facilitate an operationalization of conditions for convergence based on new theories of effective teaching and learning.

 


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