Cordula
Artelt/Ulrich Schiefele/Wolfgang Schneider/Petra Stanat
Leseleistungen deutscher Schülerinnen und Schüler im internationalen
Vergleich (PISA)
Ergebnisse
und Erklärungsansätze
in:
ZfE,5.
Jg. (2002), H. 1, S. 6-27
Zusammenfassung
Der Vergleich der Lesekompetenz 15-jähriger Schülerinnen und Schüler
steht im Mittelpunkt des ersten Zyklus der PISA-Studie (BAUMERT u.a. 2001).
Im Rahmen dieses Artikels wird ein Überblick über die zentralen
Befunde des 31 Staaten umfassenden internationalen Vergleichs gegeben. Neben
den Leistungsverteilungen in den Ländern wird der Anteil von Schülerinnen
und Schülern auf verschiedenen Kompetenzstufen analysiert. Der relativ
hohe Anteil an schwachen Lesern in Deutschland wird zum Anlass genommen,
potenzielle Fördermöglichkeiten von Lesekompetenz zu untersuchen.
Hierzu werden auf Basis eines Vorhersagemodells die Effekte interventionsnaher
Schülermerkmale (Lernstrategiewissen und Interesse) bei statistischer
Kontrolle der Effekte der kognitiven Grundfähigkeit sowie der Dekodierfähigkeit
der Schülerinnen und Schüler spezifiziert. Der relativ hohe Effekt
des Lernstrategiewissens und der ebenfalls noch nachweisbare Effekt des
Leseinteresses weisen darauf hin, dass eine Förderung im Bereich der
Informationsverarbeitungskompetenz sowie der Motivation vielversprechend
ist. Zusätzliche empirische Evidenz hierfür ergibt sich aus dem
Befund, dass Schüler am unteren Ende der Leistungsverteilung über
eine vergleichsweise geringe Informationsverarbeitungskompetenz und -bereitschaft
verfügen. |
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Summary
Reading Literacy of German Students in International Comparison (PISA):
Results and Explanations
A comparison of the reading comprehension (reading literacy) of 15-year-old
students is the central focus of the first cycle of PISA (BAUMERT et al.
2001). This article provides an overview of the main evidence from the international
comparison of 31 countries. Besides the ability distribution of the participating
countries, the proportion of students at each competence level is analysed.
The
relatively high proportion of weak readers in Germany is taken as grounds
to investigate opportunities to support reading comprehension. On the basis
of a prediction model, the effects of students characteristics related
to ntervention (knowledge of learning strategies, interest) are investigated
whilst statistically controlling for basic cognitive ability and the students
ability to decode written information. The relatively strong effect of knowledge
of learning strategies and the effect of interest in reading, indicate that
support of informationprocessing ability and motivation are the most promising
support strategies. Additional empirical evidence for this can be found
in the fact that students at the bottom of the ability distribution also
show signs of weak information-processing ability and lacking motivation.
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Petra
Stanat/Mareike Kunter
Geschlechterspezifische Leistungsunterschiede bei Fünfzehnjährigen
im
internationalen Vergleich
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 28-48
Zusammenfassung
Während Geschlechterunterschiede in mathematisch-naturwissenschaftlichen
Leistungen bereits umfassend dokumentiert sind und sich weitgehend übereinstimmend
Vorteile für die Jungen zeigen, ist die Befundlage für den sprachlichen
Bereich, insbesondere für die Lesekompetenz, noch uneindeutig. Die
Daten der internationalen PISA-Stichprobe mit 174.923 15-jährigen Schülerinnen
und Schülern aus 32 Staaten werden genutzt, um Geschlechterunterschiede
in der Lesekompetenz von Jugendlichen genauer zu bestimmen. Zusätzlich
zur international vergleichenden Analyse der Differenzen werden geschlechterspezifische
Leistungsprofile für verschiedene Textformate und Teilaspekte des Leseverständnisses
untersucht. Weiterhin wird die Bedeutung motivationaler Merkmale für
die Erklärung der Leistungsdifferenzen
analysiert. Die Ergebnisse zeigen deutliche Leistungsunterschiede zugunsten
der Mädchen in allen 32 Staaten. Die Differenzen sind bei kontinuierlichen
Texten ausgeprägter als bei nicht-kontinuierlichen Texten, und sie
variieren systematisch über verschiedene Anforderungen von Leseaktivitäten.
Ergebnisse von Mediationsanalysen weisen darauf hin, dass die Leistungsunterschiede
zu einem erheblichen Teil auf Differenzen im Leseinteresse zurückzuführen
sind, wobei jedoch die Stärke des Mediationseffekts über verschiedene
Teilaspekte der Lesekompetenz variiert.
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Summary
An International Comparison of Gender-Specific Differences in Achievement
of 15-Year-Olds
Gender differences in student performance in mathematics and science are
already well documented, with boys tending to perform better than girls
in these subject areas. With respect to verbal ability, and particularly
reading literacy, however, no definite conclusions can yet be drawn. In
the present paper, data from the international PISA sample of 174,923 15-year-olds
from 32 countries are utilized to gain a more accurate insight into gender
differences in young peoples reading performance. In addition to the
international comparative analysis of differences, gender-specific performance
profiles for different text formats and specific aspects of reading literacy
are examined. Furthermore, the role played by aspects of motivation in explaining
the differences in achievement is investigated. The results show that girls
clearly outperform boys in all 32 countries. Gender differences are more
pronounced for continuous texts than for non-continuous texts and they vary
according to different requirements of the reading activity. Mediation analyses
indicate that the differences in performace can largely be ascribed to differences
in reading interests, although the strength of this effect varies across
different aspects of reading literacy.
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Mareike
Kunter/Petra Stanat
Soziale Kompetenz von Schülerinnen und Schülern
Die Rolle von Schulmerkmalen für die Vorhersage ausgewählter
Aspekte
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 49-71
Zusammenfassung
Der Erwerb sozialer Kompetenz gilt als wichtiges fachübergreifendes
Lernziel. In der vorliegenden Studie werden differenzielle Wirkungen von
Schulen auf zwei Aspekte sozialer Kompetenz von Schülerinnen und Schülern
untersucht (aggressive Orientierung und Unterstützung von Mitschülern)
und die relative Bedeutung verschiedener Schulmerkmale für die Vorhersage
dieser Aspekte bestimmt. Die Stichprobe besteht aus 5.026 15-jährigen
Schülerinnen und Schülern, die an der PISA-Studie teilgenommen
und einen Fragebogen zur Erfassung verschiedener Aspekte von Kooperation
und Kommunikation ausgefüllt haben. Ergebnisse einer Varianzzerlegung
belegen, dass individuelle Unterschiede in Aspekten von Kooperation und
Kommunikation nur in sehr geringem Maße auf die Schulformzugehörigkeit
der Jugendlichen zurückzuführen sind, zwischen Einzelschulen dagegen
etwas größere Unterschiede bestehen. Befunde von Mehrebenenanalysen
zeigen, dass individuelle Hintergrundmerkmale (z.B. Geschlecht, Sozialschicht,
individuelle Einschätzung der Lehrer-Schüler-Beziehungen) für
die Erklärung der Varianz bedeutender sind als Schulmerkmale, inklusive
des Schulklimas. Die Ergebnisse werden als Hinweis darauf gewertet, dass
der Einfluss von Schule auf soziale Kompetenz von Schülerinnen und
Schülern, der erheblich sein dürfte, über Einzelschulen hinweg
weitgehend gleichförmig wirkt.
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Summary
The Importance of School Characteristics for the Prediction of Students
Social Competence
The acquisition of social competence is considered an important cross-curricular
learning objective. In the present study, differential effects of schools
on two aspects of social competence (aggressive orientation and classroom-related
pro-social goals) are investigated, and the relative importance of various
school characteristics for the prediction of these aspects are determined.
The sample consists of 5,026 15-year-old students who participated in the
PISA study and completed a questionnaire tapping various aspects of cooperation
and communication. The results of a variance decomposition show that individual
differences in aspects of cooperation and communication are only minimally
explained by the type of school attended, but that differences between individual
schools are somewhat larger. Results of multilevel analyses reveal that
individual background characteristics (e.g., gender, social class, individual
assessment of teacher-student relationships) explain more of the variance
than school characteristics, including school climate. We interpret these
results as indicating that the impact of the school on student social competence
which is likely to be considerable is broadly similar across
individual schools.
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Peter
Hansbauer/Stefan Schnurr
Riskante Entscheidungen in der Sozialpädagogik
Ein Versuch zur Operationalisierung des pädagogischen
Takts am Beispiel der Straßenkinder-Problematik
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 73-94
Zusammenfassung
Jugendliche, die sich von den gesellschaftlich legitimierten Sozialisationsinstanzen
Familie, Schule und Jugendhilfe abgewandt haben und für die stattdessen
die Szenen an Bahnhöfen und anderen urbanen Orten zur dominanten Sozialisationsinstanz
geworden sind, leben unter dem Risiko einer Hyperinklusion in
Milieus, die durch erhebliche soziale und gesundheitliche Gefährdungspotentiale
gekennzeichnet sind. Die Frage nach der Legitimität und Angemessenheit
sozialpädagogischer Nicht-/Interventionen erhält hier eine besondere
Brisanz. Eine theoretische Antwort auf diese Problemstellung lässt
sich aus BRUMLIKs Konzeption der advokatorischen Ethik beziehen. Dort wird
das Postulat begründet, dass pädagogisches Handeln grundsätzlich
gleichermaßen an den Prinzipien der Integrität und der Bemündigung
der Edukanden auszurichten sei; über die situative Realisierung dieser
paradoxen Anforderung bestimme der Takt. Takt offenbart sich hier als Lösungsformel,
mit der die Pädagogik den für sie typischen Handlungsparadoxien
begegnet. Im Hinblick auf die konkrete sozialpädagogische Praxis und
die Gestaltung ihrer Bedingungen lässt der Verweis auf den Takt jedoch
viele Fragen offen. Der Beitrag versucht, den Begriff des Takts im Rahmen
einer konkretisierenden Bestimmung von Randbedingungen, Handlungsmaximen
und Gütekriterien sozialpädagogischen Entscheidens näher
auszubuchstabieren. Die vorgeschlagenen Lösungen liegen in der Maximierung
von Partizipation, Reflexivität, Varietät und Reversibilität
sowie in einer fortlaufenden Evaluierung von Entscheidungen unter Beteiligung
der Betroffenen.
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Summary
Risk-laden decisions in social work: Exemplifying the use of pedagogical
tact in the case of the street children problematic
Young people who have distanced themselves from the normal, socially accepted,
forms of socialization and substituted these for milieus in railway stations
and other urban spaces are subject to the risk of "hyperinclusion"
into cultures of socialization which are marked by their potential to have
deleterious effects on a person's health and social well-being. In such
situations, the question of the legitimacy and appropriateness of social
pedagogic intervention and non-intervention becomes particularly explosive.
A theoretical approach to this problem can be seen in BRUMLIK's concept
of advocatory ethics. BRUMLIK argues that pedagogic activity should be determined
both by the principals of integrity and the encouragement of the educand.
The situative realization of this paradoxical requirement should be determined
through the use of pedagogical tact. Tact presents itself here as a solution
to this typical paradox for pedagogic activity. However, this concept leaves
many questions unanswered when confronted by the specific conditions of
concrete social work practice. This paper attempts to clarify this concept
of tact within the framework of specific conditions, maxims for activity
and criteria for good decision-making. The suggested solution entails a
maximization of participation, reflexivity, variety and reversibility accompanied
by a continuous evaluation of decisions with the involvement of all those
affected by them.
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Jürgen
Wiechmann
Der Innovationstransfer in der Breite des Schulwesens
Rahmenbedingungen der Zielentscheidungen von Schulen
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 95-117
Zusammenfassung
Der Ertrag pädagogischer Innovationen für die Breite des Schulwesens
und hier vor allem im Kernbereich des institutionellen Handlungsvollzuges
ist unbefriedigend gering. Wenn neue Entwicklungen nicht im Sinne
von Modeerscheinungen weitgehend wirkungslos über das Schulwesen hinweg
gehen sollen, dann muss in der Breite des Schulwesens nach den Rahmenbedingungen
eines erfolgreichen Transfers gefragt werden, in dessen Mittelpunkt die
Einzelschule als Handlungseinheit steht. In dem vorliegenden Aufsatz wird
diese Frage anhand einer Stichprobe von 402 allgemeinbildenden Schulen mit
Hilfe eines pfadanalytischen Modells untersucht. Als Zieldimension des Transfers
wird die Entscheidung für unterschiedliche Innovationsziele im Rahmen
der Initiativphase des Schulentwicklungsprozesses verwendet. |
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Summary
Innovation Transfer and its Dispersion within a School System
framework conditions for a school's strategic decisions
The yield from pedagogic innovations for the rest of the school system,
and particularly for institutional activity, is unsatisfactory. If new developments
are not to remain fads and have negligible effects for the rest of the school
system, the framework conditions for a successful transfer should be determined
with the individual school seen as the basic unit of activity. This
research area will be investigated in this paper on the basis of a sample
population of 402 schools of general education, which have been analyzed
using pathanalyses. The decision for specific innovation objectives during
the initiation phase of a school development process is used as focal dimension
of the study.
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Rüdiger
Heim/Wolf-Dietrich Brettschneider
Sportliches Engagement und Selbstkonzeptentwicklung im Jugendalter
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 118-138
Zusammenfassung
Während die sportiven Interessen und Praxen Heranwachsender in den
verschiedenen Settings der Jugendsportkultur mittlerweile recht differenziert
erforscht sind, nehmen sich die vorliegenden Ergebnisse zu sozialisatorischen
Wirkungen sportlichen Engagements recht bescheiden aus. Um die häufig
proklamierten Wirkungen sportlicher Aktivität auf die Entwicklung Jugendlicher
genauer zu prüfen, stellt der Beitrag empirische Ergebnisse aus zwei
unabhängigen Längsschnittstudien an jeweils knapp 200 Schülerinnen
und Schülern im Verlauf der 8. bis zur 10. Klasse vor. Auf der Grundlage
eines mehrdimensionalen Modells des Selbstkonzepts werden die möglichen
Einflüsse auf die einerseits leistungssportlich andererseits freizeitsportlich
engagierten Jugendlichen im Vergleich mit sportlich eher unauffälligen
Heranwachsenden untersucht. An Hand der Selbstkonzepte der sozialen Beziehungen
zu Peers des eigenen und des anderen Geschlechts sowie der Einschätzungen
des Selbstwertgefühls können nur bescheidene Effekte sportlicher
Aktivität beobachtet werden, von denen vor allem leistungssportlich
aktive Mädchen profitieren. |
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Summary
Involvement in Sport Activity and Young Peoples Development of
Concepts of the Self
Whilst there have been some quite sophisticated investigations into young
peoples' interest in sport and their activity in various settings of sport
culture, investigations into the effects on socialization of sporting activity
have been thin on the ground. To investigate the often-proclaimed effect
of sporting activity more precisely, this paper presents empirical results
from two long-term studies both of 200 pupils in the course of their progression
from class 8 to 10. On the basis of a multidimensional model of concepts
of the self, the possible influence of either young peoples' active involvement
in competitive or less serious sporting activity are compared with the influence
of negligible involvement. Self-concepts of social relationships to peers
of the same or different gender and evaluations of self-value show only
modest effects of sporting activity. Those who get most out of sport in
these terms are young women, who are actively involved in sport. |
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C.
Katharina Spieß/Wolfgang Tietze
Qualitätssicherung in Kindertageseinrichtungen
Gründe, Anforderungen und Umsetzungsüberlegungen
für ein
Gütesiegel
in:
ZfE, 5.
Jg. (2002), H. 1, S. 139-162
Zusammenfassung
Obwohl heute ein weitgehender Konsens darüber vorliegt, dass der Qualitätssicherung
bei Humandienstleistungen ein ganz besonderer Stellenwert zukommt, fehlt
eine systematische Auseinandersetzung mit den Gründen und Möglichkeiten
einer solchen Qualitätssicherung. Am Beispiel der Bildung, Erziehung
und Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen sollen deshalb in
diesem Beitrag systematische Überlegungen zu einer Qualitätssicherung
zusammengetragen und diskutiert werden. In einem ersten Teil des Beitrags
werden primär aus ökonomischer, jedoch auch aus pädagogischer
Perspektive die unterschiedlichen Gründe für eine Qualitätssicherung
außerhalb des Marktes dargelegt. Eine solche Qualitätssicherung
muss jedoch nicht vom Staat selbst übernommen werden, vielmehr hat
dieser lediglich die Rahmenbedingungen für ein funktionierendes Qualitätssicherungssystem
zu setzen. Der Beitrag stellt dar, welche Anforderungen ein solches Qualitätssicherungssystem
prinzipiell erfüllen muss, im Anschluss daran wird überprüft,
inwiefern diese Anforderungen im deutschen Kindertageseinrichtungsbereich
erfüllt sind. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass das deutsche
Qualitätssicherungssystem zu keinen ausreichenden Ergebnissen führt
und daher reformbedürftig ist. Als Ansatzpunkt für solche Reformüberlegungen
schlagen wir ein Gütesiegelsystem vor, das in Kombination mit
einer Subjektförderung über Kinderbetreuungsgutscheine
wettbewerbliche Elemente nicht nur bei der Zuteilung von Finanzmitteln,
sondern auch bei der Qualitätssicherung nutzbar macht. Damit verspricht
das Gütesiegelsystem im Vergleich zum bisherigen System effizienter
und effektiver zu sein. |
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Summary
Quality Assurance in Pre-School Day Care: Reasons, requirements and considerations
for the implementation of a quality seal
Although there is general consensus that the quality of human services has
to be regulated, there is only limited discussion regarding the fundamental
nature of these regulations and how they might in turn be altered to produce
better services. This paper focuses on one human service in particular:
pre-school day care. It discusses the different reasons for quality assurance
measures outside of market pressures primarily from an economic but also
from a pedagogical perspective. The main argument is that the market on
its own cannot ensure good day care quality. However, this does not necessarily
mean that the state itself has to regulate the quality. Indeed the state
should only set up the framework for a functioning quality assurance system.
The requirements of such a quality assurance system are discussed in the
second part of the paper. After defining these requirements we then evaluate
the German quality assurance system for pre-school day care provision in
the light of them. Our conclusion is that the existing German regulations
do not guarantee a sufficiently high standard of service and thus further
reforms are needed. It is argued that a good first step in the reform process
would be to start issuing seals of approval for preschool day care centers.
A combination of this sort of evaluation system with subsidies to the demand
side, for example through day care vouchers, seems promising. Its main advantage
is that it uses elements of competition, not only for the distribution of
public resources, but for assuring quality as well a combination
which promises to produce more efficient and higher quality day care than
is currently the case under the existing system. |
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